Medien und Kritik – Das Online Magazin

Videos zu „Augustin“

Posted in Video by Pangloss on 30. Juli 2011

(Wien, im Juni 2011) Die sozial engagierte Zeitung „Augustin“ wurde in Wien im Oktober 1995 gegründet. Seither erschienen 300 unterschiedliche Ausgaben. 2011 hat der Trägerverein „Sand und Zeit“ 14 Angestellte und nimmt im Monat 60.000 Euro durch den Straßenverkauf ein. Weitere 60.000 Euro verteilen sich auf die rund 400 Verkäufer. Auf „You Tube“ (Motto: „Broadcast Yourself“) gibt es einige Videos, die zum Anlass des 15-jährigen Jubiläums erstellt wurden. Einige Filme haben noch sehr wenige Zugriffszahlen, was man ändern sollte [sämtliche Zahlen in eckigen Klammern zum Status 30. Juli 2011]:

Film von Universität Wien / Institut für Publizistik [91 Zugriffe]

Film von Augustin TV / Teil 1 Interview mit Gründer Robert Sommer [224 Zugriffe]

Film von Augustin TV / Teil 2 Interview mit Verkäufern und Lesern [199 Zugriffe]

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Am 22. Dezember 2005 begann das „Augustin TV“ als weitere Schiene zum Zeitungsprojekt. Seither gab es 60 Sendungen, die im lokalen Wiener Kabel TV auf „okto“ ausgestrahlt wurden. Auch dieser You Tube-Beitrag hat noch zu wenige Aufrufe.

Kurzfilm zu 5 Jahre Augustin TV / Eigenproduktion Augustin TV [109 Zugriffe]

Film zu 15 Jahre Projekt Augustin / Eigenproduktion Augustin TV [304 Zugriffe]

Marcus J. Oswald (Ressort: Video)

Medianet nennt Facebook „Rentnernetzwerk“

Posted in Facebook, Internet by Pangloss on 20. Januar 2011

Die Wiener Fachzeitschrift Medianet bezeichnet Facebook als Rentnernetzwerk. (Auschnitt: 18. Jänner 2011, S. 6, Quelle: Archiv Oswald 1090)

(Wien, im Jänner 2011) Einen interessanten Kommentar veröffentlichte die österreichische Medienfachzeitung „Medianet“ am 18. Jänner 2011. Die Chefredakteurin Sabine Bretschneider äußert sich auf Seite 6 zu Facebook und den neuen Heißluftballon der Medienwelt.

Überbewertung für Börsegang

Konkret kritisiert sie, dass am 3. Jänner die US-Firma Goldman Sachs das Webportal „Facebook“ mit 50 Milliarden Dollar „bewertet“ hat und man für 2012 mit „Volksaktien“ einen Börsegang plane. Die leitende Redakteurin von Medianet sieht medienhistorisch das, was schon einmal da war: Überbewertete Unternehmen, gierig gemachte Aktienkäufer und am Ende ein Totalzusammenbruch einer Teilbranche (diesmal: Soziale Netzwerke). Nach der „Dot Com-Blase“ (um 2000) und der „Immobilien-Blase“ (um 2007 ff.) kündigt sich für 2012 oder 2013 erneut ein aktientechnisches Schaumgebäck an, das eine schöne Hülle, aber einen leeren Inhalt bietet. Es steht zu befürchten, dass wieder viele Leute mit Spekulationen Gewinne, aber auch große Verluste machen.

My Space verlor Marktführerschaft

Bei den Sozialen Netzwerken war bis 2008 „My Space“ Marktleader. Rupert Murdoch kaufte das Portal um 580 Millionen Dollar. Ab Mitte 2009 begann ein radikaler Personalabbau um einmal 30 Prozent, dann noch einmal um 30 Prozent. Heute ist „My Space“ bedeutungslos und soll verkauft werden.

Zu Facebook gibt es mehrere Nutzerstudien. Eine sagte, dass mehrheitlich gebildete Kreise (Studenten, Akademiker) das Portal nutzen. In Österreich sind derzeit 2,1 Millionen Personen auf Facebook registriert, viele sind jedoch tote Masken, ungepflegte Profile, ruhende Profile und „Karteileichen“. Mehr als 3 Millionen Österreicher sind nicht auf Facebook registriert, viele davon geben auch gute Gründe an, warum nicht.

USA – 26 % der Facebook-User Generation 65+

Sabine Bretschneider erwähnt im Schlussatz ihres Kommentars eine amerikanische Erhebung: Eine Studie aus den USA habe ergeben, dass 26 Prozent aller registrierten Nutzer der USA älter als 65 Jahre sind, also Rentner.

Diese Information ist in der Tat dann interessant, wenn in einem Jahr bald Werbeprospekte zum Aktienkauf aufgelegt werden und von einem „jungen“ Netzwerk reden. Wenn im Hauptmarkt USA ein Viertel Pensionisten sind, kann man von einem „Rentnernetzwerk“ sprechen.

Marcus J. Oswald (Ressort: Internet, Facebook)

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