Medien und Kritik – Das Online Magazin

Österreich die teuerste Tageszeitung Österreichs

Posted in Oesterreich, Print by Pangloss on 11. Juli 2011

(Wien, im Juli 2011) Der selbsternannte Zeitungszar in der Donaumetropole Wien, Wolfgang Fellner, hat nicht nur einen wahren Familienclan in seinem Medienunternehmen „Österreich“ installiert, das auf Pump und mit einem Raiffeisen-Kredit 2006 eröffnet wurde: Neben ihm als Herausgeber, seiner Frau als Chefredakteurin der Madonna-Beilage, seinem Bruder als Finanzverwalter und seinem 26-jährigen Sohn als „Mitglied der Chefredaktion“. Blut ist in diesem Unternehmen dicker als Wasser. Was nie gut für objektive Belange und Arbeitssituationen ist.

Blut dicker als Wasser

In Unternehmen, in denen zu viele Verwandtschaftsbande herrschen, Vetternwirtschaft über Verstand regiert, kommt am Ende nur heraus, dass sich einige die Säcke vollstopfen und andere mit dem Kollektivvertrag abgespeist werden. Zeitungsmachen wie es Wolfgang Fellner sieht, unterscheidet sich nicht viel vom Regime in Libyen, in dem sich acht Familienangehörige ein ganzes Land aufgeteilt haben. Der Unterschied ist: Wolfgang Fellner hat nur vier Kinder, mit Frau und Bruder ist man zu Siebt. Sein Sohn mit Namen Nikolaus darf neuklug in der Fachzeitung „Der Österreichische Journalist“ denn auch schon auf Saif (al-Gaddafi) machen, und, gerade einmal medien- und lebensunerfahrene 26 Jährchen alt, aber mit Passfoto und Unterzeile „CR 0e.24.at, Mitglied der Chefredaktion“ sagen: „Unser Ziel ist es, dass wir die Krone vom Thorn stoßen und zur größten Tageszeitung Österreichs werden.“ (DÖJ, 5-6/2011, S. 38)

Ein Ziel hat man mit der Zeitung „Österreich“ indessen schon erreicht. Man hat das zweifelhafte Ergebnis erreicht, die teuerste Tageszeitung zu verkaufen, die es in österreichischen Kiosken gibt.

Samstag „Österreich“ – 34 Schilling 50

Seit 2. Juli 2011 kostet die Samstag-Ausgabe von „Österreich“ 2 Euro 50. Ab diesem Samstag erhält man „Österreich“ nicht mehr wahlweise „ohne Madonna“ oder „mit Madonna“, sondern nur mehr „mit Madonna“. Kurz-Kommentar des Trafikanten, der diese traurige Nachricht macht: „Österreich gibt es ab heute nur mehr mit Madonna. Um 2 Euro 50.“ Kunde: „Das ist aber schon viel. In alter Währung sind das 34 Schillung 50.“ Trafikant nickt mit Nachsatz: „Für dieses Käseblattl.“

34 Schilling 50. Damit ist „Österreich“ die mit Abstand teuerste Zeitung aus österreichischer Produktion. Im Vergleich die anderen Tageszeitungen am Samstag:

  • Kronen Zeitung (Samstag, 2. Juli 2011) – 1 Euro
  • Neues Volksblatt (Samstag, 2. Juli 2011) – 1 Euro
  • Kurier (Samstag, 2. Juli 2011) – 1,20 Euro
  • Oberösterreichische Nachrichten (Samstag/Sonntag, 2./3. Juli 2011) – 1,60 Euro
  • Wiener Zeitung (Samstag/Sonntag, 2./3. Juli 2011) – 1 Euro
  • Salzburger Nachrichten (Samstag, 2. Juli 2011) – 1,80 Euro
  • Kleine Zeitung (Samstag, 2. Juli 2011) – 1,20 Euro
  • Wirtschaftsblatt (Freitag/Samstag, 1./2. Juli 2011) – 2,00 Euro
  • Die Presse (Samstag, 2. Juli 2011) – 2,00 Euro
  • Der Standard (Samstag/Sonntag, 2./3. Juli 2011) – 2,00 Euro

Vergleiche mit ausländischen Zeitungen, die der Autor ebenso täglich bezieht:

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (Samstag, 2. Juli 2011) – 3,10 Euro
  • Neue Zürcher Zeitung (Samstag/Sonntag, 2./3. Juli 2011) – 2,60 Euro
  • Handelsblatt (Freitag/Samstag, 1./2. Juli 2011) – 2,90 Euro
  • The Times (Freitag, 1. Juli 2011) – 4,80 Euro

Bei Auslandzeitungen gibt es krasse Unterschiede zum Preis am Herstellungsort, der durch Shippinggebühren (Flugpost) zustande kommt. Bei deutschen Zeitungen macht es sich wenig bemerkbar. FAZ kostet in Deutschland 2,20 Euro, in Österreich 3,10. Handelsblatt kostet im Herstellerland 2,30, in Österreich 2,90. Die NZZ ist gnädig und gibt keinen Aufschlag: Die beinahe älteste Zeitung der Welt (gegründet 1780) kostet im österreichischen Ausland 2,60 Euro. Jedoch ist es Bankgeheimnis, was sie in der Schweiz kostet. Die Schweiz hat den Schweizer Franken. Den größten Preissprung hat die „Times“, die laut Ansicht des Autors beste Zeitung der Welt. Diese Zeitung hat Klasse und ihren Preis: 1 Pfund kostet sie in England, 4,80 Euro täglich in Österreich. Im Archiv dieser Webseite stehen mittlerweile zwei komplette Jahrgänge Dokumentation des Tagesgeschehens im britischen Empire. 4 Euro 80 sind allerdings in alter Währung: 66 Schilling für eine Tageszeitung! Aber: Was für eine. Vor deren Berichten geht man manchmal in die Knie, weil sie so umfassend gedacht und gut geschrieben sind. Es zahlt sich aus, zu investieren. Notiz am Rande: Der Autor dieser Zeilen versuchte lange, in Wien die „New York Times“ zu beziehen und er bekam von beiden Zeitungsauslieferern, die in der Alpenrepublik den Markt zerteilen (Valora und Morawa), die Information, dass es leider unmöglich ist, die „NY Times“ in Papierausgabe in Österreich zu kaufen, da sie nicht nach Österreich ausliefert. Dann eben nicht.

Eitelkeit

Zurück zu Fellner: Er sieht sich im narzisstischen Selbstbild als ungemein wichtiger Zeitungsmann und Herausgeber. Liest man jedoch seine schwammigen Glossen, stillosen Herausgeberbriefe, hingefetzten Banalitäten, das Mittagspausengeschreibsel, verblasst der Wille zur Vorstellung, dass er ein großer Zeitungsmann ist. Es fehlt an vielem: Bildung, Gelassenheit und kühle Einschätzungsgabe. Er will seit Jahren in die Speichen der Innenpolitik im kleinen Land Österreich greifen. Dazu schreibt er die Kolumnen „Das sagt Österreich“, meint damit ganz Österreich (das ist seit fünf Jahren der running gag, dass Zeitungsname gleich Land sei) und er meint am Ende doch nur sich selbst. „Das sagt Wolfgang Fellner“ müsste die Kolumne heißen. Doch da Wolfgang Fellner nur eine Person ist, Einzahl und Punkt, macht er eine Über- und Mehrzahl draus, den großen Kreis, den majestätischen Plural.

Imitation

Er imitiert damit sein Vorbild. Franz Schuh schrieb zu Hans Dichand vorwurfsvoll, dass der mit der „Kronen Zeitung“ eine „Scheinverantwortlichkeit für eine ganze Nation“ suggeriere. Dabei weiß man: Je tiefer die Felgen gelegt, umso lauter die Motoren. Oder mit dem 90-jährigen Staberl, ein Freund radikaler Erkenntnisse: „Wer’s nicht im Hirn hat, hat’s unter der Motorhaube.“ Feiner gesagt, mit Erich Kästner: „Man soll nicht so tief sinken, um aus dem Kakao, durch den man zieht, auch noch zu trinken.“

Wolfgang Fellner sieht sich als Freigeist ohne Eintrittskarte in die Geisteswelt. Wer überall freien Eintritt hat, hat noch nicht das Recht, zu allem zu sprechen, so er sich vorher nicht ausreichend mit Materien befasst hat. Die „Scheinverantwortlichkeit für eine ganze Nation der Kronen Zeitung“, die Franz Schuh einst an Hans Dichand kritisiert hat, lässt sich nach fünf Jahren „Österreich“ auf Wolfgang Fellner umlegen. Er fühlt sich aus einem nicht näher definierten Antrieb zu allem und gegen alles berufen. Er ist ein Mann, der nie im Parlament zum Zuhören saß, aber er schreibt über das Parlament. Er ist ein Mann, der nie im Gericht zum Zuhören saß (und der auch die Abläufe bei Gericht überhaupt nicht kennt), aber er schreibt kommentierend über Justiz. Er ist ein Mann, der nie im Fussballstadion zum Zuschauen sitzt, aber er schreibt über Fussball. So forderte er kürzlich in seinen versprühten Weisheiten „Das sagt Österreich“ (präziser: „Das sagt Wolfgang Fellner“), dass Rapid Wien den Fan-Sektor „Block West“ handstreichartig auflösen müsse, damit Fussball ein „Familiensport“ werde. Fellners fortgesetzte Tag- und Nachträume.

Fehlende Substanz

Seine Kommentare zu politischen Themen zeigen nahezu täglich, dass er wenig Ahnung hat, worüber er schreibt. Er schreibt dennoch darüber, obwohl er es so tut, dass ihn niemand anstellen würde. Müsste er sich bewerben, würde jeder sagen: Zu wenig Qualität. Da er eigene Medien betreibt, muss er sich nicht bewerben.

Dafür legt er den satten Preis fest. Die Zeitung „Österreich“ kostet nun am Samstag 2 Euro 50 oder 34 Schilling 50. Denkt man zurück: Was hätte man vor zwanzig Jahren um 34 Schilling 50 an einem Samstag alles gekauft? Ganz sicher nicht eine Zeitung eines Mannes, der im Jahr rund 1.5 Millionen Euro in großteils verlorene Prozesse nach Unlauterem Wettbewerb und Medienrecht mit teilweise desaströsen Ersatzsummen verliert – was kein Qualitätsstandard ist.

Sein neuer Geschäftsführer Oliver Voigt darf viele Phrasen dreschen. Wie in der Fachzeitung „Der Österreichische Journalist“ (DÖJ, 5-6/2011, S. 64ff.), wo er davon spricht: „Wir haben das Glück des Tüchtigen.“ Voigt darf schon wieder ein nichtssagendes Interview geben, hört sich nach wie vor gern reden und meint, alle Welt mit seinen Mannheimer Weisheiten einwickeln zu können. Mit keinem Wort erwähnt er übrigens, dass seine Zeitung am Samstag in Österreich das teuerste Tageszeitungsprodukt ist, das verkauft wird. Schlechte Nachrichten passen eben nicht in die Fellnersche PR-Mühle.

Marcus J. Oswald (Ressort: Print, Österreich)

Was ist dran an den Vorwürfen gegen Helmut Fellner? – Kid Möchel analysiert

Posted in Medienalltag by Pangloss on 11. April 2011

(Wien, im April 2011) Fachmedien haben es an sich, dass sie eine sehr enge Zielgruppe haben. In Österreich gibt es rund 6.000 Journalisten und wenn die Fachmedienherausgeber ehrlich wären, würden sie zugeben, dass sie Inzucht-Magazine machen. Über das enge Segment der Branche liest sie keiner. Das weiß jeder, der einmal in einem Fachmedium gearbeitet hat: Die Versand-Datei ist gleich innerer Kern der Branchenmitglieder (=Journalisten) plus Inserenten im Heft (=je 25 Belegexemplare). Das war’s. Mehr „Radius“ entwickeln die Fachmagazine nicht. Daher gehen manche Geschichten, die darin enthalten sind, unter. Man muss das eine oder andere noch einmal aufgreifen.

Radius

Das Salzburger Fachmagazin „Der Österreichische Journalist“ (DÖJ) hat einen schweren Stand auf doppelte Weise: Es erscheint in Salzburg, fern vom Schuss der Werbefüttertröge in Wien und es erscheint nur sechs Mal im Jahr in Doppelnummern. Es ist sauber gemacht, nicht zu dick, um nicht durchlesbar zu sein, harter Einbandrücken, grafisch saubere Indesign-Arbeit, wachsam im Blick nach Deutschland und nach Österreich in den lukrativen Medienmarkt (heimische Branche wiegt rund 2.3 Mrd. Euro).

Belegexemplare bekommt man nie, selbst wenn man schon zwei Mal portraitistisch erfasst wurde (2005, 2007). Selbst auf Nachfrage nicht. Man muss es im Bahnhofkiosk zum vollen Preis kaufen. Es kostet sechs Euro. Freiabo gibt’s schon gar keines.

Selbst wenn man selbst darin portraitiert wird, bekommt man aus Salzburg kein Belegexemplar. Man muss es aus eigener Tasche kaufen: Der Österreichische Jorunalist. (Foto: Ausgabe 2005_12/2006_01, im Bild der Herausgeber dieser Seite)

Das einzige Treffen mit dem blonden Johann Oberauer, der „DÖJ“ seit 25 Jahren herausgibt, fand einmal 2002 im Bank Austria Forum statt, als man zufällig bei einer Tagung internationaler Nachrichenagenturen (russischer, amerikanischer, italienischer, etc.) nebeneinander saß. Man wechselte ein paar Worte, wurde aber nicht „warm“. (An diesem Tag im Jahr 2002 fand auch das einzige Gespräch mit Hans Dichand persönlich statt: Dichand stand unten vor dem Bank Austria Forum und wartete auf den Chauffeur. Der Autor dieser Zeilen kam aus dem Gebäude, blieb stehen und sprach ihn an. Das Gespräch kam auf die „Furche“ und Dichand erzählte, dass es gut sei, dass man für die „Furche“ Berichte schreibe, denn er schrieb auch einmal Berichte für die „Furche“. Dann kam sein Chauffeur.)

West-, Zentralösterreich und Bayern

Das Magazin „Der Österreichische Journalist“ legt den Fokus eher auf den west- und zentralösterreichischen Markt: Russ-Gruppe, Moser-Holding, die Salzburger Dasch-Gruppe, Red Bull-Gruppe, den steiermärkischen Markt mit Styria-Holding und den oberösterreichischen Sektor mit Cuturi-Gruppe. Eine gewisse Ambivalenz hat man gegen den Wiener Markt. Zum einen, weil er weit weg ist, zum anderen wegen seiner eigentümlichen Figuren, die er hervor brachte. Extreme Rivilatität lebt das Magazin DÖJ zu Christian W. Mucha und seinem Branchenheft „Extradienst“ und seine Wie-sie-alle-heißen-Fachpostillen. So war vor Jahren, als Mucha den Lover seiner damaligen Ehefrau Barbara Mucha mit der gezogenen Pistole bedroht haben soll und dafür ein paar Tage in U-Haft ins Einser wanderte, das Magazin „DÖJ“ das einzige, das ausführliche Prozessberichte aus dem Landesgericht Wien lieferte. Rache wird eben kalt serviert. In Wien setzt „DÖJ“ vor allem den Grand Seigneur des Medienjournalismus Kurt Tozzer und seinen Sohn ein, aber auch den pensionierten ehemaligen Chef des „Wirtschaftsblatt“ und Kurzzeitschef der „Salzburger Nachrichten“ Engelbert Washietl, die immer noch breit angelegte Hintergrundeinschätzungen zu den Dampfmachern der Wiener Medienszene ins Salzburger Branchenblatt einrücken.

Ein Dampfmacher ist Wolfgang Fellner. Dichtete ihm der „Standard“ aus Anlass der Tatsache, dass „Österreich“ seit fünf Jahren täglich erscheint, an, dass die grandiose Hauptleistung darin bestünde, „dass“ die Zeitung seit fünf Jahren täglich erscheint, dichten andere ihm an, dass er klamm wie eine Kirchenmaus ist und die Zeitung hinten und vorne spart. Es kann „Focus Media Reserach“ noch so viele Umsatzmillionen aus abgezählten Inseratenseiten hochrechnen und einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro aufschlüsseln. Mitarbeiter sagen, dass schlecht gezahlt wird und zweitens die Raumbedingungen so miserabel sind, dass man am liebsten kündige. Mitarbeiter haben nicht einmal eine Ablage für Ordner und Archivdinge. Das Klima der Krawallzeitung steht auf Krawall und wird sich auch nicht ändern, wenn noch so viele Lehrlinge und Fachschüler aus Krems ohne jede Berufserfahrung angeworben werden. Die Zeitung „Österreich“ wird real verschenkt und verkommt in Wien zur U-Bahn-Zeitung, die man zehn Minuten liest, dann in den Hosensack steckt oder in den nächsten Mülleimer wirft. Das einst so groß dimensionierte Zeitungsprojekt ist keines mehr. Fellner hat die Qualität in fünf Jahren von 100 auf Null in den Keller gefahren. Kürzlich sagte ein Mann vom Alsergrund: „Weißt Du, ich lese täglich einige Zeitungen: Die Presse, den Standard, manchmal auch den Kurier, das Profil oder Wiener Zeitung. Aber bei keiner Zeitung geht es mir so wie bei Österreich: Wenn ich diese Zeitung in der Hand hatte, fühle ich mich nachher schlecht. Schlecht informiert, schlecht behandelt, um Zeit bestohlen und beleidigt.“ Das ist natürlich nur eine Einzelmeinung eines Mannes, der in der Glasergasse drei Wohnungen besitzt, in der Pharmaindustrie als Konsulent tätig ist und Akademiker ist (Dr.). Einer, der gerne in die Vinothek geht und guten Rotwein trinkt und auch Aktien besitzt.

Wolfgang Fellner und Constantia Privatbank

Wolfgang Fellner hat derzeit eine andere Sache laufen. Dazu berichtet die Fachzeitschrift „Der Österreichische Jornalist“ in der Ausgabe 2+3/2011 auf drei Druckseiten als erstes Medium detaillierte Hintergründe. Es gab im Jänner 2011 Hausdurchsuchungen in fünf Wohnungen und Büroräumen der Brüder Fellner. Im eigenen Blatt hat er die Vorwürfe gegen ihn und seinen Bruder komplett vom Tisch gewischt.

Neuerdings erklärt er im Wochentakt in seinen rasch hingefetzten „Kolumnen“ die Justizministerin für rücktrittsreif. Es wurde schon mehrfach auf diesen Journalen gesagt, dass Fellner die Begründung für diesen Wunsch leider konsequent verschweigt.

Als die Fellner-Ermittlung auf einen Höhepunkt zusteuerte und eine Hausdurchsuchung stattfand (Ende Jänner 2011), hat Wolfgang Fellner Tags darauf in der Zeitung „Österreich“ ein Uralt-Ranking ausgegraben. Die Umfrage war mehr als vier Monate alt (!) und sie wies die Justizministerin auf den hintersten Platz in der Beliebtheitsskala österreichischer Minister (unbeliebteste Politikerin). Die Uralt-Grafik aus dem Herbst 2010 wurde ins Blatt gesetzt, um Privatpolitik zu machen.

„DÖJ“ lässt in seinem Blatt die Hintergründe von einem erfahrenen Journalisten ausleuchten. Kid Möchel war über die letzten Jahre der einzige, der die Lektüre des „Wirtschaftsblatt“ lohnenswert machte. Zwölf Jahre (1998-2010) war Kid Möchel im „Wirtschaftsblatt“ (vorher schrieb er für „Wiener“) und er machte zur Möchel-Marke, dass präzise Aktenberichterstattung zu Wirtschaftscausen im „Wirtschaftsblatt“ an die Tagesordnung kamen. Er ist auch einer der wenigen, die das Firmenbuch tatsächlich lesen können. Möchel verstand das Auslesen von Aktendetails und deren Interpretation. Nun ist das „Wirtschaftsblatt“ ärmer. Möchel ist seit 31. Jänner 2011 nicht mehr bei der Wirtschaftszeitung. Seinen Beitrag zu Wolfgang Fellner schreibt er in „Der Österreichische Journalist“.

Möchel lotet den „Akt Fellner“ auf drei Seiten aus. Es geht um eine Art Nebenprodukt zum einst bestverdienenen Immobilienmanager Österreichs. Karl Petrikovics, einst Chef der Pleite-Firmen Immofinanz und Immoeast, verdiente bis 2008 ein Jahressalär von drei Millionen Euro netto.

Seit 2008 läuft durch die Staatsanwaltschaft Wien eine Vorerhebung gegen die „Constantia“ und ihre beiden Immobilien-Töchter und gegen deren Chef (811 St 25/08x). In diesem Rahmen wurden im Jänner 2011 sowohl bei Zeitungsmann Wolfgang Fellner als auch bei dessen mittlerweile diskret im Immo-Biz agierenden Bruder Helmuth Fellner Hausdurchsuchungen veranstaltet. Ebenso wurde in der Redaktion von „Österreich“ eine Durchsuchung veranstaltet. Ermittelt wird im Zusammenhang mit Untreue und Beitragstäterschaft (§§ 12, 153 StGB).

Zeuge der Bank belastet Helmuth Fellner

Kid Möchel zitiert in seinem Beitrag aus der Aktenlage. Davon ist die Rede: Am 15. Jänner 2009 sagte ein ehemaliger Mitarbeiter der Immofinanz vor der StA Wien aus. Er war der Constantia-Bank Leiter für Controlling und Beteiligungsmanagement. Hubert G. erwähnt in seiner Aussage den Namen Helmuth Fellner, der im Immobilienankauf und –verkauf in Wien tätig ist. G. spricht aus, dass die Immofinanz manche „gute Kunden“ (Privat-Kunden der Constantia-Bank) besser behandelt habe und diesen Immobilien günstig verkauft habe. Man nahm in Kauf, dass man mehr im Einkauf bezahlte als es im Verkauf erlöste. So der Zeuge und damit ist natürlich die Deliktsform „Untreue“ angesprochen.

Es kommt eine Immobilie ins Spiel: Ein Haus in der Geiselbergstraße soll Helmuth Fellner 2007 der Immofinanz verklickert haben. Es wurde dann seitens der Immofinanz weiterverkauft, jedoch so billig, dass die Bank das Objekt „noch im selben Jahr um 15-16 Millionen Euro“ abgeschrieben hat, so der Zeuge. Bank-Mann Hubert G. sowie sein Mitarbeiter Martin S. wollten im Jahr 2007 Aufklärung von ihren Vorgesetzten in der Constantia-Bank, warum die Abschreibung so hoch ist. Die Antwort blieb aus. Sie wurden im Unklaren gelassen und in diesem Punkt ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

Die „Differenz zwischen Bewertung (Ankauf durch Bank) und tatsächlicher Verkaufspreis (Erlös/Verlust für Bank)“ blieb ungeklärt. Ein zweites Objekt betrifft ein Bauprojekt mit mehreren Wohnungen in St. Moritz, bei dem ebenso offenbar die Constantia-Bank zu Lasten der Immofinanz-Anleger einen zu hohen Kaufpreis bezahlt haben soll und am Ende Bewertungsfehler vorlagen. Am 23. Jänner 2009 sagt dazu die zweite Auskunftsperson Martin S. vor der StA Wien aus. Die Rede ist dann auch davon, dass Helmuth Fellner ein Darlehen seiner Firma „Immo 2000“ dem Kaufpreis der Immofinanz-Gruppe gegenrechnete (oder gegenrechnen wollte), das 25% Unterdeckung gehabt haben soll. Die Pointe dieses Zeugen S. ist, dass die Fellners sich die „besten Appartements“ selbst reserviert hätten. Diese wären also nie vermietbar gewesen. Zu diesem zweiten Immobilienprojekt dementieren die Fellners: Der Deal kam nie zustande.

Ordnungsliebe

Kid Möchel weist in seiner Analyse auf ein Nebendetail hin, das erklären soll, warum es diese Einvernahmen aus dem Kreis der Constantia-Privatbank-Manager bereits im Jänner 2009 gab, die Haussuchungen bei Wolfgang Fellner und Helmuth Fellner aber erst im Jänner 2011 stattfanden. Möchel erwähnt, dass es offenbar Unordnung im immer mehr wuchernden Immofinanz-Strafakt gibt.

Beide Zeugenaussagen wurden an zwei Tagen (15. Jänner und 23. Jänner 2009) mit je einer Mittagspause zweigeteilt durchgeführt. Sie haben aber seit weit auseinander liegende Ordnungsnummern im Petrikovics-Akt (zugleich: Immofinanz-Akt, deren Chef Petrikovics war), nämlich: 176; 208; 1047; 1048.

Real gesagt und mit Hausverstand bedeutet das nicht viel, sagt aber dieses: Ein gewöhnlicher Strafakt einer einstündigen Strafverhandlung hat maximal 15 Ordnungsnummern, in denen alle Ermittlungs- und Behördenschritte chronologisch in der Zeitachse in Kapiteln (ONs) vermerkt sind. Ein mehrtägiger Strafprozess hat schon rund 30 Ordnungsnummern. Kürzlich hatte ein elftägiger Strafprozess am LG Wien gegen einen Wiener Chefinspektor mit 18 Anklagepunkten und 70 Zeugen rund 130 Ordnungsnummern im Akt. Der Petrikovics-Akt hat offenbar derzeit schon 1.048 Ordnungsnummern, woraus man lesen kann, dass dieser Untreue-Prozess, der auf den Chef der ehemaligen Immo-Gruppe der Constantia-Bank konzentriert wird, ein harter Brocken ist. Je weiter solche Ordnungsnummern auseinander liegen, umso weniger findet man sie. Das ist wie mit verreihten Büchern in einer Bibliothek, die erst Jahre später wieder auftauchen.

Staatsanwalt weg – nun Anwalt

Mittlerweile ist auch – ähnlich wie in der Causa Meinl – der Staatsanwalt abgesprungen. Norbert H., der damals die Erhebungen führte, ist heute, 2011, nicht mehr Staatsanwalt. Er wechselte die Seiten und ist nun Anwalt in einer Wiener Kanzlei, wo er eine Stange Geld verdient. (Der Staatsanwalt in der Causa Meinl, die auch stockt, ließ sich 2011 ebenso von Wien nach Vorarlberg zurückversetzen, wo er es ruhiger bevorzugt.)

Im Grunde sind die Vorwürfe nun schon beschrieben. Es geht um zwei Immobilien-Projekte. Helmuth Fellner, der auch das Privatvermögen des Zeitungsmannes Wolgang Fellner und der Zeitungsfrau Ursula Fellner mitverwaltet (so Banker Hubert G. in seiner Zeugenaussage vor Strafverfolgungsbehörden), soll zwei Immoprojekte – so der Vorwurf der Justiz – überteuert an die Immofinanz verkauft haben, wobei es einmal nur beim Versuch geblieben sein soll, die wiederum satte Verluste beim Weiterverkauf machte, die wiederum zu Lasten der zahlreichen geschädigten Anleger von Immofinanz und Immoeast gingen (Stw. „Immoblase“).

Ganz korrekt ist, dass das Schweiz-Projekt (St. Moritz) über die ImmoWest (eine Teilfirma der Immofinanz) nie realisiert wurde. Beim Projekt Geiselbergstraße soll die ImmoAustria (eine Teilfirma der Immofinanz) aber die besagten 15-16 Millionen Euro Verlust zu Lasten der Einleger und Aktionäre gemacht haben. Diese Frage untersucht die Anklagebehörde, da es sich um einen Batzen Geld handelt.

Vorsatz und Schädigung

Die juristische Kernfrage ist zum einen – wie immer – der Vorsatz aller Beteiligten (Banker und Immohaie reden sich in solchen Fragen immer auf „Markt“ und geänderte „Marktumstände“ aus) und zum anderen die eingetretene Schädigung von Anlegergeldern der Bank in eventueller Absprache untereinander. Der Nachweis ist in beiden Ebenen schwierig und die Fellners sind nicht Hauptbeschuldigte, sondern werden im Akt Petrikovics nun durch zwei Mitarbeiter der Bank belastet. Die „Causa Fellner“ ist ein Randprojekt. Nicht der Kern im Akt Petrikovics.

Konter Fellner mit üblichen Reflexen

Die Kritik von Wolfgang Fellner und seinem Bruder Helmuth ist, dass die Justiz erst im Jänner 2011 eine Haussuchung veranstaltet, obwohl man bereits im Jänner 2009 die Aussagen im Akt hat. Diese fanden an fünf Adressen statt, um vielleicht Klarheit in Hintergründe des lukrativen Geschäfts zu bringen. Eine Suchung fand in der Wohnung von Immohai Helmuth Fellner statt, der auf Grund und Boden wettet und auf steigende Mietpreise in Wien spekuliert. Weitere Suchungen fanden im Haus des kinderreichen Ehepaars Wolfgang und Ursula Fellner (vier Kinder) und an Büroadressen (Redaktion Österreich) statt.

Warum mit zwei Jahre Verzögerung? Kid Möchel fand zum derzeitigen Stand auch nichts Nennenswertes heraus. Die von ihm angefragte Sprecherin der OStA Luise Nittel schweigt sich unter der üblichen Berufung auf das Amtsgeheimnis und den nicht-öffentlichen Ermittlungsakt aus.

Wolfgang Fellner antwortete emailisch, dass er – logisch – von nichts weiß. Er kennt die alte Häfenweisheit: „Sagst Du Nein, gehst Du heim. Sagst zu Ja, bleibst Du da.“

Man kennt sich gar nicht

Im September 2010 schrieb Wolfgang Fellner dem anfragenden Kid Möchel, dass er Herrn Petrikovics gar nicht kennt. „Es hat auch niemals einen Kontakt von mir mit Herrn Petrikovics gegeben.“ Das will man glauben und man müsste nun die alten „Österreich“ durchblättern, in denen immer zahlreiche Immo-Beilagen enthalten waren, ob Herr Petrikovics nicht doch einmal an einem Round-Table in der Redaktion von „Österreich“ teilnahm. Inseriert hat die Immofinanz jedenfalls in den Jahren 2006 bis 2010 in „Österreich“ intensivst. Von Wolfgang Fellners Freund Christian W. Mucha weiß man, dass der die Top-50 Kunden seines Magazins „Extradienst“ alle „auf Geschäftsführerebene“ persönlich betreut (und auch zu seiner Hochzeit einlädt). Wenn Wolfgang Fellner in einem Email im Anflug allergrößter distanzierter Verrenkung sagt, dass es „mit Herrn Petrikovics niemals einen Kontakt gegeben“ hat, obwohl dieser ein wesentlicher Mega-Inserent im seit 2006 laufenden Start Up-Projekt „Österreich“ war, ist das fast eine Posse. Aber er muss selbst wissen, was er öffentlich sagt. Mit Schmäh kommt man im Zeitungsgewerbe durch, nicht bei der Justiz. Taucht nur ein Foto auf, dass Herrn Petrikovics und Wolfgang Fellner gemeinsam zeigt, ist letzterer als Lügner enttarnt.

Clan-Vermögen bei 100 Millionen Euro

Doch Wolfgang Fellner fühlt sich längst unantastbar. Die Fellners sind nach dem Verkauf der Hauptanteile der „News-Gruppe“ nach Deutschland (Gruner & Jahr) im Jahr 2004 um geschätzte 50 Millionen Euro ein Stück reicher geworden. Das war der Verkauferlös der Anteile. Arm waren sie schon die Jahre davor nicht. Das Projekt „News Gruppe“ lief seit Erfindung im Jahr 1992 gut und warf von Beginn an Gewinne ab. Im Jahr 2009 war der Gruppen-Umsatz 140 Millionen Euro. Beide Brüder sowie die Ehefrau hatten von Beginn an ihr Geschäftsführergehalt, das man auf dieser Ebene pro Nase auf 300.000 Euro pro Jahr stufen kann. Dazu gab es Gewinnausschüttungen über viele Jahre an die Familie Fellner, die Alleineigentümer waren. Auch nach dem Ausstieg und Verkauf der „News-Gruppe“ nach Hamburg behielt man einen Minderheitenanteil von knapp 15 Prozent an der Medien-Gruppe (14 Hochglanzmagazine wie News, Format, Profil, Autorevue, TV-Media) und schneidet seit 2004 weiter am Gewinn mit. Da kommt schon einiges zusammen. Dieses Journal stuft das Gesamtvermögen der drei Fellners (Wolfgang, Helmuth und Ursula), errechnet aus den Geschäftsführergehältern seit 1992 bis heute, den Gewinnausschüttungen in der News-Gruppe zwischen 1992-2004 und den anteiligen Gewinnausschüttungen von 2004 bis Heute, dazu die Geschäftsführergehälter bei „Österreich“ seit 2006 für alle drei Personen („Clan-Rechnung“) auf: 100 Millionen Euro.

Da sich Geld in unbeweglichen Festgutbesitz, also Immobiliarem, am Schnellsten mehren lässt, begann Familienvermögensverwalter Helmuth Fellner zu erkennen, dass nicht nur Inserate durch die dreißig großen Schaltagenturen der österreichischen Werbebranche sauberes Geld sind, sondern auch beim Ankauf und Verkauf eines Hauses gleich einmal der Schnitt von 500.000 Euro pro Deal möglich sind.

Auf der Luxusebene

Die Fellners leben längst in einer Luxusebene. Diese macht für Kritik unempfindlich. Da sieht man auch über Kleinigkeiten hinweg. Wolfgang Fellner sagt, dass er nicht im Akt Petrikovics vorkommt. Das posaunte Wolfgang Fellner laut in seiner Tageszeitung „Österreich“ hinaus. Die Zeugen der Bank seien „Falschaussagen“. Er lehnt sich damit weit hinaus. Kid Möchel studierte die Aktenteile, die ihm vorliegen und er fand heraus, dass das nicht stimmt.

Möchel fand ein Schriftstück, in dem es um einen weiteren Punkt geht: „Wertpapierleihen“. Tatsächlich kommt Wolfgang Fellner schon im Strafakt Petrikovits vor. Und zwar in einer merkwürdigen Tabelle.

Auf dieser Liste geht es um „Wertpapierleihen“. Es werden unterschiedliche Fellners genannt, darunter Wolfgang Fellner. Der hatte unter der Depotnummer 301900-800-4 mit Datum 29. September 2005 immerhin 268.456 Immofinanz-Aktien bei der Constantia-Bank gebunkert. Zum damaligen Kurswert von 7,97 Euro war das ein Wert von 2 Millionen 139.594 Euro. Er verlieh diese Aktien 335 Tage zum Entgelt von 0,05 % des Buchwertes an die Constantia-Bank und bezog dafür ein Entgelt von 995,51 Euro.

Wolfgang Fellner unterstützte damit die von der Constantia-Privatbank durchgeführte Praxis, dass sich die Bank Immofinanz-Aktien „lieh“, um eine Überbelegung von Kundendepots auszugleichen. Vereinfacht: Es wurden mehr Immofinanz-Aktien durch die Constantia-Bank verkauft, als diese hatte. Wolfgang Fellner war nur einer im Räderwerk, der bei dieser Praxis mitmachte.

„Kleiner Umfang“ (Fellner): 29 Millionen 414 Tausend Schilling

Er gibt in einem Email an Kid Möchel zu, dass er Geld bei der Constantia anlegte. Wie Superreiche das eben so sehen, sieht er es. Er schreibt: „Zur Story ihrer angeblichen Wertpapierleihen darf ich festhalten, dass diese Wertpapierleihen in meinem Akt mit keinem Wort erwähnt werden. (…) Wahr ist, dass ich in kleinerem Umfang eine Vermögensverwaltung bei der Constantia hatte.“ Eben. Der „kleinere Umfang“ waren: 268.456 Aktien im Wert von 2.139.594 Euro. In Schilling: 29 Millionen 414.813 und 44 Groschen.

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Verwendete Quellen:
Der Österreichische Journalist. Ausgabe 2/3_2011. S. 38-40 – Im Zeitschriftenhandel um 6 Euro zu beziehen.

Marcus J. Oswald (Ressort: Medienalltag)

Am 31. Jänner 2010 verließ Zeitung „Österreich“ seriösen Boden

Posted in Oesterreich by Pangloss on 31. Januar 2010

Am 31. Jänner 2010 gab die Zeitung Österreich tiefen Einblick in ihre Seele: Die Kleininserenten.
(Foto: Zeitung Österreich, 31. Jänner 2010, S. 38; Archiv Blaulicht und Graulicht-Verbund)

(Wien, am 31. Jänner 2010) Der Herausgeber stand am letzten Tag des Jänners 2010 pünktlich wie die Eisenbahn um 6 Uhr 30 auf, suchte die Brieftasche, fand sie nicht, öffnete mit einem Dosenöffner die Spardose, entnahm von unten 15 Euro, bog die Spardose unten wieder zu, die nun aussieht wie eine geöffnete Fischdose und ging in den „Billa“, der am Franz Josef Bahnhof um 6 Uhr öffnet.

Er kaufte zwei Kilo Äpfel im Sack (sehr günstig – nur 1,49!), eine Kinderjause im Säckchen bestehend aus zwei Pikantwurstgurkerlsemmeln mit einem Pfirsicheistee (2,19), 10 ja! Natürlich Eier (3,49), einen Schoko-Milchtraum von Schärdinger (1,69) sowie zwei Fleischlaiberlsemmeln (3,72). Gesamtkosten: 12,58 Euro.

Das Budget war nun dermaßen erschöpft, dass es nicht mehr möglich war, im Schutze der Dunkelheit an den Zeitungsständen Münzen in die Mäuler der „Stummen Verkäufer“ zu werfen.

Gratis Lesen

Somit mussten die Zeitungen gratis entnommen werden. Wie das öfter am Sonntag geschieht und – zwangsneurotischer Spleen -, immer doppelt. Sodass am Sonntag ein dicker Packen, also zwei Ausgaben der „Österreich“, zwei der „Kronen Zeitung“, zwei des „Kurier“, zwei der „Presse“, zwei des „Standard“, zwei der „Wiener Zeitung“ am Tisch liegen. (Heute kam, außerhalb des üblichen, zwangsneurotischen Weges, eine „Kleine Zeitung – Sonntag“ dazu, die ein Zeitungszusteller im Korb liegen gelassen hatte.)

Jede Zeitung glaubt natürlich, sie hat die Welt erfunden. Jede Zeitung glaubt, sie ist die Beste. Darf sie.

Turmbau

Die Diskussion, welche Zeitung die Beste oder die Schlechteste ist, interessiert nur Insider. Als der Herausgeber 13 Jahre alt war, begann er mit dem Zeitungssammeln und schon damals hatte er in seinem Kinderzimmer einen babylonischen Turm der Stimmen und Meinungen bis unter die Decke gebaut. Er hatte so viele Zeitungen, das der Turm bis unter die Deckenlampe reichte. Als der Turm umzustürzten drohte, baute der 13-Jährige einen zweiten Turm, der den ersten stützte. So war das. Die Twin Towers von Manhatten übten immer schon eine Faszination aus.

2006 gründete Wolfgang Fellner die Tageszeitung Österreich. Als er 13 war baute er vermutlich auch Zeitungstürme im Zimmer und lenkte eine Schülerzeitung. Später den Rennbahn Express. Dann in Wien News, Format, TV-Media, E-Media und später Woman. 2006, nachdem die Magazine verkauft waren, gründete er „Österreich“. Ihm finanzierte diese Gründung die Raiffeisenbank, die Zeitung entstand auf Pump. Damals kritisierte dieses Journal, dass er nur Lehrlinge einstellte, frische, unerfahrene, durch ihn leicht lenkbare Jungjournalisten, die gerade aus der Fachhochschule kommen. Einige „Alte Hasen“ nahm er von den Magazinen mit. Andere Gereifte warb er an, die nicht lange blieben. Manche gingen nach dem ersten Jahr, weil die Dominanz des Herausgebers Fellner keinen Raum zur Entfaltung gab. Und sein Qualitätsmuster deutlich tiefer steht, als es Leute hatten, die er mit dem Geld von Raiffeisen lockte.

Österreich vulgär

Nun, am 31. Jänner 2010, wirft er alle Ziele über Bord. Ursprungsziele waren, eine Zeitung zu machen, die Österreich eine Identität gibt. Die Innenpolitik wie Chronik breiten Raum gibt und die ein modernes Layout und eine junge, zukunftsorientierte Leserschaft hat. Und nun das. Im Jänner 2010 begannen die Kleininserate.
Kleininserate können, wie in der Stadtzeitung „Falter“, den Charakter der Leserschaft widerspiegeln. Sollten die Kleininserate in der Zeitung „Österreich“ die Seele der Zeitung spiegeln, muss man sich wundern.

Kleininserate – Blick in die Seele der Leser

Was wird offeriert? „Autoankauf“, „Autobarankauf“, „Bargeld sofort“, “Autobelehnung”, „Topverdienst für Barmädchen“, „Begleitungen“. Unter der Rubrik „Beratung“ (!): „Starwahrsagerin“, „Soforthellsehen“, „Handlesen“, „Wahrsagerin“. Unter „Clubmassagen“ bietet „Sabrina Superservice“, zeigt sich eine 23-jährige Russin im Spiegel, in der falschen Rubrik „Fitness/Gesundheit“, bietet eine Telefonnummer für „Zärtlichrelax“. Was das ist, wissen alle, die es wissen.

Unter „Escortservice“ bietet sich „gayescort.at“ an, endlich in der Rubrik „Kontakte“: Ein „Blasmäuschen besucht“ (mit Bild). Eine „Neue“ bietet „dominant pur“, ferner gehen eine Slowakin und eine Wienerin ihre Zweckgemeinschaft in einer „Privatwohnung“ ein. Wofür? Für good, old intercourse. Außerehelich. Versteht sich.

Eine „Karin“ sagt: „Ich bin Hausfrau, alleinstehend und suche Männer für Sex. Habe kein Geldinteresse, bin mobil.“ Man fragt sich ja immer, wie diese „Karin“ (nome de guerre) dann das vierzeilige Inserat finanziert (57 Euro)? Des Rätsels Lösung, das wissen Insider wie der Herausgeber von Gatten solcher Frauen: Es ist Telefonbetrug, denn die Nummer ist eine verdeckte Mehrwertnummer und Ziel ist es ausschließlich, Männer möglichst lange am Telefon zu halten. Zu Treffen kommt es in der Regel NIE. Es geht nur ums Telefonieren. Weitere wie eine „Jutta“ und eine „Jeniffer“ bieten im Ressort “Kontakte” das gleiche Modell des Andockens und Abzockens an.

Ein Schwuler bietet im Ressort „Kontakt“ eine „Gaynaturmassage“ an, eine 45-jährige „Eva“ aus Niederösterreich „tolles ohne Service“, jedoch: „Nur mit Termin.“ So ist es. So soll es sein. Immer schön warten. Jeder kommt dran. Um „69 Euro“ bietet eine Telefonnummer den „Stundenhit“, wer es billiger haben will wird mit
„Omasentspannung“ um 25 Euro günstig bedient.

Sexinserate, Kredithaie

Die Zeitung „Österreich“ bietet diese Inserate an. Sex-Inserate sind vor allem im letzten Jahr von der „Kronen Zeitung“ offensiv forciert worden. Dass man auch „Kredithaien“ großen Raum für eine bezahlte Schaltung bietet, erzeugt Kopfschütteln. Ein Inserent am Westbahnhof bietet “Sofortkredit”. Ein anderer „Kreditgarantie“ und „Bargeld noch heute“, sowie „Zusatzkredite“, „bürgenfrei“. Mit „Sofortkredit“, „rasch und bürgenfrei“ wirbt eine andere Firma.

Dann kommt noch ein „Stellenangebot“. Wie könnte es anders sein: „Servicekraft (Bar) gesucht! Tag/Nacht/Wochenenddienst“. Danach die obligaten „Telefonsex“-Inserate: Von „Heute noch Sex“ bis „Fremdgehline“ über „Seitensprung“, „Bumsen wir“ bis „Hausfrau geil“ in allen Farben und Variationen. Schlusspunkt der Inserate in “Österreich”: „Blitz-Autobelehnung“. Womit die Balkanisierung der Wiener Wirtschaft offensiv beworben wird.

Erkenntnis und Fazit: Wolfgang Fellner warf alle Prinzipien über Bord. Wohl macht er mit dieser Seite Kleininserate vielleicht 3.000 Euro pro Tag. Doch die Art der Inserierenden wirft einen langen Schatten auf die Leserschaft von „Österreich“. Er wollte eine Zeitung machen, die eine Kreuzung aus „Süddeutscher, Stern und USA Today“ ist. Mit dieser Art von Kleinisneraten geht das nicht mehr. Da er nun den Weg eingeschlagen hat, alles abzugrasen, was zahlungswillig ist, ist mit Jänner 2010 das Ende der Phase einer Qualitätszeitung besiegelt. Qualitätszeitung war „Österreich“ ohnehin nie. Weil die Schlagzeile zu stark dominiert. Doch wer den unersiösen Inseraten der Schattenwirtschaft einmal Tür und Tor öffnet, wird eine Trash-Zeitung und nicht mehr ernstzunehmen sein.

[Beitrag entstand nach 14 Uhr, denn um 8 Uhr 30 standen drei Polizisten in der Wohnung des Herausgebers und nahmen ihn zu einer 3,5-stündigen Einvernahme mit. Ende: 12 Uhr 00. Jedoch: Alles in Ordnung!]

Marcus J. Oswald (Ressort: Österreich)

Ein Wort zum verkommenen Journalismus – Marke pflegeleicht und hochbezahlt

Posted in Medienseilschaften by Pangloss on 29. Oktober 2005

(Wien, im Oktober 2005) Die Wiener Medienlandschaft ist ein Dorf und in jedem Dorf gibt es den Dorfnarren. Dieser hat Narrenfreiheit. Einige Reiche stecken ihm Geld zu, damit sie weiter von ihm unterhalten werden und verschont bleiben.

(Dr.) Christian Konrad ist der Generalmanager der Raiffeisenlandesbank Wien-Niederösterreich. Er steckt (Dr.) Christian Rainer in der Stunde 1.200 Schilling zu. Also an einem Arbeitstag mit acht bezahlten Stunden für Sesselwärmen, Zeitungslesen und Nachdenken, wo man wieder abschreibt, 698 Euro. Das ist der Monatssatz, mit dem ein Wiener Sozialhilfeempfänger (rund 90.000 Personen) inklusive Mietzuschuß einen ganzen Monat (410 Euro plus 240 Euro Mietzuschuß plus 60 Euro Heizzuschuß) haushalten muß. So etwas kann einen in große Rage und tiefe Wut auf den publizistischen Stand versetzen.

Wenn dann das Branchenblatt „Extradienst“ des anderen Wiener Parvenüs (=kulturloser Emporkömmling, Duden) Christian W. Mucha, der sich Stil auch nicht mit seinem Geld wie Pensionsjahre nachkaufen kann , in einem trostlosen „Ranking“ verlautbart, dass der Wiener Publizist Christian Rainer angeblich der 10. wichtigste Medienmann von Österreich sein soll und zudem „Ferrari-Fahrer“ ist, wird die Wut noch größer. Ich erlaube mir diese Wut und lasse sie mir auch nicht nehmen. Denn hier liegt der Hase im Pfeffer.

Extradienst: Desideratlos und keine Richtschnur

Gewiß: Das Branchenblatt „Extradienst“, das neuerdings im bekömmlich-desideratlosen Konsumdesign daher kommt, ist wahrlich weder intellektuelle Richtschnur noch Mass der Vernunft. Man muss auch die Hintergründe kennen. Da bewohnt der neureiche Herausgeber Mucha ein Haus am Wiener Kassgraben und in direkter Nachbarschaft bewohnt Wolfgang Fellner ein Landhaus. Manchmal macht man gemeinsame verlegerische Sache. Einmal wird Muchas Gemahlin Barbara Mucha in „News“ zufällig erwähnt und portraitiert. Umgekehrt macht Fellner ein „exklusives“ Interview in der Hollywood-Schaukel seines Hausnachbarn, das dann Seiten weise im Branchenblatt „Extradienst“ ausgewälzt wird.

Die alte Mafia-Manier: Hilf und schütze Dich gegenseitig, dann kann Dir nichts geschehen.

Als nach der Fusion der News-Gruppe mit dem Profil-Trend-Verlag zwei Verlagsgruppen zu „Formil“ harmonisch zusammen flossen wie die alte Donau mit den neuen Donau am Wiener Ölhafen, wurde die Zusammenarbeit um einen weiteren Baustein erweitert.

Christian Rainer, ein eitler, uninteressanter Schreiberling, der auf großstädtisch tut (roter Ferrari, Wohnung im Herrengassen-Turm, Single-Dasein, Nadelstreifanzüge), stieß in den Freundeskreis dazu. Er besitzt auch einen Jagdschein, um mit seinem sehr reichen Freund Christian Konrad gelegentlich auf die Pirsch zu gehen. Plötzlich ist er im „Ranking“ des „Extradienst“ der 10. wichtigste Medienmann Österreichs. So läuft das zusammen. Wie die alte mit der neuen Donau am Ölhafen. Gut geölt.

Mucha, Rainer, Fellner: Neophrenale Parvenüs unter sich

Es hackt eine Krähe der anderen eben kein Auge aus, wenn es ums „Geschäft“ geht. Ich halte weder den Kettenraucher Christian W. Mucha (Extradienst-Herausgeber) noch den 698-Euro-Mann Christian Rainer (Trend/Profil-Herausgeber) im publizistischen Sinn für wichtige Männer. Mucha weiß warum, ich muss das nicht ausführen. Es existiert ein langer Faxverkehr.

Warum ich Christian Rainer für keinen wichtigen Mann halte, sei hier kurz erwähnt. Vorauszuschicken ist, dass das höchste Gut eines Mannes seine Ehre ist. Wenn ein Mann sein Wort nicht hält, verliert er seine Ehre, ist kein Ehrenmann mehr und dann hat er sich erübrigt.

Die „Ehrensache“ – rein persönlich betrachtet

Der Grund für diese Behauptung ist ein rein persönlicher. Vor zwei Jahren schlug ich dem damals 42-Jährigen „studierten Volkswirt und Juristen aus Gmunden“ Christian Rainer in seiner Funktion als „Trend“-Herausgeber eine große, wirtschaftsorientierte Recherche zum Pornografie- und Lust-und-Liebe-Markt vor. Ich sagte ihm das mündlich per Telefon, wir telefonierten mehrfach. Und per Email. Ich meinte sinngemäß: „Sehen Sie: Ich fahre in vier Wochen drei Tage auf die größte pornografische Fachmesse nach Berlin, auf die „Venus“. Ich besitze seit Jahren vermutlich das größte private Archiv. Ich bin aktuell über Händlerkontakte sehr am Laufenden, was am Markt zählt und geht. Der Berlin-Aufenthalt kostet Sie nichts. Wir können Seitenblicke in den Zeitschriftenmarkt und auf ihre Macher werfen, meine Sammlung geht in die 2.000 Printexemplare. Historische und gegenwärtige Magazine, regionale und internationale. Den Online-Markt beobachte ich sehr genau, die Linksammlung, die regelmäßig gescannt wird, ist beachtlich. Den Direkt-Dienstleistungsmarkt, die Studios, Salons und Lokale beobachte ich durch viele Kontakte ebenso. Ziel einer Hintergrund-Geschichte soll sein, das Nutzungsverhalten, Kauf- und Trendverhalten zu beschreiben. Besonderes Augenmerk: Frauen als boomender Kundenkreis. Dazu gibt es Studien, die ich habe. Auf der Berliner Messe wird übrigens auch Larry Flint aus den USA da sein, er könnte als internationaler Pionier, Eisbrecher und Farbtupfer der Geschichte Farbe geben.“

Und so weiter. Das ungefähr erzählte ich ihm. Das übliche Palaver, das man einer Zeitung vorschlägt, will man ins Gespräch kommen. Also durchaus, wenn man so will, im Thema engagiert und mutig. Ich schrieb ihm ferner, dass ihm die Geschichte über vier bis fünf Druckseiten in der Endfassung keine 2.000 Euro kostet. Arbeits-, Strukturier- und Schreibzeit voraussichtlich einen Monat. „Sie bekommen es also günstig. Zusätzliche Spesen erwachsen Ihnen nicht, es ist alles im Pauschalbetrag enthalten.“

Rainer: „Pornografiemarkt kein Thema für den Trend“

Christian Rainer ist seit 1997 Herausgeber und Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins „Trend“ und seit 1998 auch Herausgeber und Chefredakteur der Wochenzeitschrift „Profil“.

Seine knappe und überraschende Antwort: Der „Trend“ bringt keine Geschichten über den Pornografiemarkt. Christian Rainer wörtlich: „Der Pornografiemarkt ist kein Thema für den Trend.“

In der Ausgabe November 2005 bringt „Trend“ eine Titelgeschichte „Das Geschäft mit der Liebe“.

Ende 2003 sagte Herausgeber Christian Rainer zu Marcus J. Oswald kategorisch: Der Pornografiemarkt ist kein Thema für den Trend. Im November 2005 bringt er eine Titelgeschichte zum Thema - im Trend.

Umgangssprachlich nennt man das Sozialverhalten des Christian Rainer eine glatte Lüge.

Die „Titel-Geschichte“ schrieben interessanterweise zwei Figuren des Mediengewerbes, die sich bisher nicht unbedingt als Experten und Insider im Lust-Sektor präsentierten.

Alternder Gewerkschaftsapparatschick schreibt Geschichte über Liebesmarkt

Ein Autor ist Franz C. Bauer. Franz C. Bauer ist mittlerweile der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Druck, Journalismus und Papier (DJP), also der Journalistengewerkschaft. Ein Kollege, der kürzlich auf einer Versammlung der DJP war, erzählte mir, dass Bauer ein Apparatschick ist, der jedes Gefühl für die realen Probleme im Medienmarkt missen lässt. In Betongewerkschafter-Manier vertritt er ausschließlich nur die Interessen der angestellten Journalisten. Er missachtet, dass vermutlich schon 50% aller im Medienbereich beschäftigten Personen low-cost-Mitarbeiter mit entweder freien oder pauschalierten oder gar keinen Verträgen Zeitungen zuarbeiten. Außerdem ignoriert Bauer die neuen Visionen wie zivilgesellschaftlichen NGO-Journalismus und Internetjournalismus völlig.

Franz C. Bauer, hier bei einer Rede, in der er die Wiedereinführung des Presserates als aus seiner Sicht dringlichstes Problem der Medienlandschaft fordert. (Foto: DJP, Repro: MJO)

Immer wenn ich Bauer begegne, sehe ich den ungefähr 60-Jährigen, der eigentlich Börsen- und Finanzjournalist ist, im bürgerlichen Tweed-Sakko im noblen Café Prückel. Dort disputiert er dann die (aus seiner Sicht) dringlichen Fragen der Zeit mit Freunden bei Kaffee und Kuchen. Zur Co-Autorin des aktuellen „Trend“-Artikels, der Publizistin Michaela Ernst, ist zu sagen, dass sie eine Weile im „Kurier“ (gleicher Verlagskonzern wie „Trend“) 1.500 Zeichen lange TV-Kritiken schrieb, die die Welt nicht aus den Angeln hoben.

Ernst schrieb über etwas, das zwei Tage zuvor im Fernsehen lief. Später beglückte sie die durch Gastgeschenke verwöhnte Abonnentenleserschaft des „Kurier“ mit Weichzeichner-Reportagen in der uninteressantesten aller österreichischen Wochenendbeilagen, im Kurier „Freizeit“. Danach war sie kurz Chefredakteurin der ungemein wichtigen Neo-Biedermeier-Konsumzeitschrift für die moderne Luxusfrau: „HOME“. Chefredakteurin des „Koch- und Backmagazin“ war sie noch nicht. Nun darf man ihre wertvollen Berichte im „Trend“ lesen.

Für mich gute Gründe, dieses Blatt niemandem zu empfehlen.

Marcus J. Oswald (Ressort: Medienseilschaften)

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