Medien und Kritik – Das Online Magazin

WordPress und DDos – Angriffe blieben unbemerkt

Posted in Internet, Wordpress by Pangloss on 4. März 2011

Hinter Maschinen stehen - wie im Zeitalter der Industrialisierung - Menschen: Das sind die Leute der Firma Automattic. Sie verwalten und kontrollieren über drei Rechenzentren in den USA in Summe 18 Millionen Blogs. Einige erscheinen in Österreich. (Foto: WordPress)

(Wien, am 4. März 2011) Der Nachrichtendienst orf. berichtet heute unter dem Titel „DDos-Angriff auf Blogger-Portal WordPress“: „Die Blogger-Plattform WordPress.com ist Ziel einer massiven DDos-Attacke (Distributed Denial of Service) gewesen, die möglicherweise politische Motive hatte. Der Angriff führte gestern zu erheblichen Beeinträchtigungen. WordPress-Chef Matt Mullenweg sagte US-Medien, alle drei Rechenzentren in Chicago, San Antonio und Dallas seien mit Datenmassen überflutet worden, die mehrere Gigabit pro Sekunde erreicht hätten.

Ziel eines DDoS-Angriffs ist es, die Webserver lahmzulegen. Mullenweg sprach vom schwersten Angriff in der sechsjährigen Geschichte von WordPress. Es werde vermutet, dass sich die Attacke gegen ein einzelnes Weblog gerichtet habe, das auf WordPress gehostet wird. WordPress ist eine Open-Source-Software für die Gestaltung von Blogs und anderen Webangeboten. WordPress stellt nicht nur die Software, sondern auch den erforderlichen Platz auf einem Webserver bereit. Rund 18 Millionen Blogs laufen auf der Plattform.“

Soweit diese Information, die auf der größten österreichischen Webseite http://www.orf.at verbreitet wurde.

In Österreich merkte man nichts

Dazu ist nicht viel zu sagen und anzumerken ist nur dies: Der Herausgeber dieser Seite, hat auf WordPress 37 Domains in Betrieb, davon 17 Webseiten relativ aktiv parallel in Schwung, weitere zehn im Ausbaustadium und weitere zehn Reservedomains. Es war, das ist zu sagen, vorgestern oder gestern nichts zu bemerken, dass die Zugriffsmöglichkeiten auf die 17 relativ aktiv betriebenen Webseiten (derzeit: 6.00 Millionen Zeichen Text in „Google“ eingespeist, dazu 2.390 Fotos) eingeschränkt wären. Die Webseiten liefen sehr flott, wie immer das bei WordPress der Fall ist. Die Rechenzentren in Dallas und San Antonio (Matt Mullenweg stammt aus Texas) und Chicago arbeiten nach wie vor gut. (Die Firma Automattic hat ihren Sitz in San Francisco.)

Freilich werden die Herrschaften schon wissen, ob – unüblich – den Server pro Sekunde ein Gigabit Daten fluten. Das gesamte WordPress-Projekt ist dennoch – aus Sicht des Nutzers – sicher. Man muss aber eigene Datensicherung beachten. Diese Seiten sichern nach Einstellen eines neuen Beitrages immer den gesamten Blog, daneben wird jeder Beitrag zusätzlich in einem Word-Dokument und zusätzlich in einer Excel-Liste chronologisch gespeichert. Somit gibt es bei jedem Beitrag eine Formatspeicherung und zwei HTML-Offline-Speichervorgänge.

WordPress weltweit eine Macht

Das System „WordPress“ ist das weltweit größte. Im Alexa-Ranking ist die Domain „wordpress.com“ die 21. größte Webseite weltweit. In Indonesien ist WordPress auf Rang 8, in den Philippinen auf Rang 11, in Indien auf Rang 15. Die asiatischen Länder lieben „WordPress“. Aber auch Europäer: In den nationalen Länderzählungen in Portugal, Schweden und Italien jeweils auf Rang 18, in Deutschland und Österreich jeweils auf Rang 24.

Der Gründer von WordPress: Matt Mullenweg.

Matt Mullenweg, der Gründer, steht auch in einem interessanten Ranking: Er ist, obwohl erst 27 Jahre alt, auf der Liste der einflussreichsten Programmierer auf Rang 2. Auf dieser Liste (aus Mitte 2009): „The Most Influential People in Programming“. Gleich hinter dem Erfinder des Internets Tim Berners-Lee.

Marcus J. Oswald (Ressort: Internet, WordPress)

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: