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Medianet nennt Facebook „Rentnernetzwerk“

Posted in Facebook, Internet by Pangloss on 20. Januar 2011

Die Wiener Fachzeitschrift Medianet bezeichnet Facebook als Rentnernetzwerk. (Auschnitt: 18. Jänner 2011, S. 6, Quelle: Archiv Oswald 1090)

(Wien, im Jänner 2011) Einen interessanten Kommentar veröffentlichte die österreichische Medienfachzeitung „Medianet“ am 18. Jänner 2011. Die Chefredakteurin Sabine Bretschneider äußert sich auf Seite 6 zu Facebook und den neuen Heißluftballon der Medienwelt.

Überbewertung für Börsegang

Konkret kritisiert sie, dass am 3. Jänner die US-Firma Goldman Sachs das Webportal „Facebook“ mit 50 Milliarden Dollar „bewertet“ hat und man für 2012 mit „Volksaktien“ einen Börsegang plane. Die leitende Redakteurin von Medianet sieht medienhistorisch das, was schon einmal da war: Überbewertete Unternehmen, gierig gemachte Aktienkäufer und am Ende ein Totalzusammenbruch einer Teilbranche (diesmal: Soziale Netzwerke). Nach der „Dot Com-Blase“ (um 2000) und der „Immobilien-Blase“ (um 2007 ff.) kündigt sich für 2012 oder 2013 erneut ein aktientechnisches Schaumgebäck an, das eine schöne Hülle, aber einen leeren Inhalt bietet. Es steht zu befürchten, dass wieder viele Leute mit Spekulationen Gewinne, aber auch große Verluste machen.

My Space verlor Marktführerschaft

Bei den Sozialen Netzwerken war bis 2008 „My Space“ Marktleader. Rupert Murdoch kaufte das Portal um 580 Millionen Dollar. Ab Mitte 2009 begann ein radikaler Personalabbau um einmal 30 Prozent, dann noch einmal um 30 Prozent. Heute ist „My Space“ bedeutungslos und soll verkauft werden.

Zu Facebook gibt es mehrere Nutzerstudien. Eine sagte, dass mehrheitlich gebildete Kreise (Studenten, Akademiker) das Portal nutzen. In Österreich sind derzeit 2,1 Millionen Personen auf Facebook registriert, viele sind jedoch tote Masken, ungepflegte Profile, ruhende Profile und „Karteileichen“. Mehr als 3 Millionen Österreicher sind nicht auf Facebook registriert, viele davon geben auch gute Gründe an, warum nicht.

USA – 26 % der Facebook-User Generation 65+

Sabine Bretschneider erwähnt im Schlussatz ihres Kommentars eine amerikanische Erhebung: Eine Studie aus den USA habe ergeben, dass 26 Prozent aller registrierten Nutzer der USA älter als 65 Jahre sind, also Rentner.

Diese Information ist in der Tat dann interessant, wenn in einem Jahr bald Werbeprospekte zum Aktienkauf aufgelegt werden und von einem „jungen“ Netzwerk reden. Wenn im Hauptmarkt USA ein Viertel Pensionisten sind, kann man von einem „Rentnernetzwerk“ sprechen.

Marcus J. Oswald (Ressort: Internet, Facebook)

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Eine Antwort

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  1. […] sondern Notbewegungen aus Hunger, Durst und Krieg. Welchen Vorteil soll es für Europäer haben, dass 26% der amerikanischen „Facebook“-User Pensionisten sind, wenn die Einreise nach USA so kompliziert wurde, dass man es bleiben lässt. Will man überhaupt […]


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