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Demo für Julian Assange und Team Wikileaks – Termin

Posted in Termindienst by Pangloss on 20. Dezember 2010

Der Wiener Verein Quintessenz, der einmal im Jahr die Big Brother Awards verleiht, ruft zu einer Demonstration für Julian Assange und Informationsfreiheit auf. (Foto: Logo)

(Wien, am 20. Dezember 2010) Für den 22. Dezember 2010 ist in Wien eine Demo aufgerufen, die sich Julian Assange und dem Team Wikileaks widmet. Die Aufrufer rund um den Verein Quintessenz in der Ankündigung: „Lassen sie am Mittwoch, den 22. Dezember um 18 Uhr die Punschstände der Wiener Innenstadt links liegen. Begeben Sie sich zum Startfeld am Schwarzenbergplatz und werfen Sie dort ein paar Euro für Knicklichter ein. Bringen Sie statt Kerzen rote Gewänder und Brülltüten mit, um diese msg [Message] zu übermitteln: Freiheit für Julian Assange!“

Reinerlös an Wikileaks

Man geht für Informations- und Meinungsfreiheit und will mit Knicklichtern (Preis: 1 Euro) zeigen, dass man nicht einknickt. Die Demonstranten wollen ein „starkes Signal“ setzen. Denn: „Wenn etwa internationale Unternehmen uns in unserer Handlungsfähigkeit und Meinungsäußerung einschränken, indem sie unsere Spenden an WikiLeaks einfrieren, dann herrscht tatsächlich Alarmstufe ROT.“

Man wird vor Ort ein „Lichtermeer“ bilden und „rote Knicklichter“ verkaufen. Das sei das Zeichen für Solidarität mit WikiLeaks und demokratischen Grundrechten. Der Veranstalter empfiehlt keine eigenen Kerzen mitzubringen, da diese mit Wachs die Straße verunreinigen und eine Pönale der Stadt bringen. Man marschiert nicht nur für Julian, sondern es werden auch Spenden angenommen. Der Erlös der „Knicklichter“ geht an WikiLeaks, mehr noch: „Sämtliche Einnahmen und Ausgaben des Abends werden offengelegt – Ihr erfahrt, was mit jedem einzelnen Cent geschieht“, so die Veranstalter.

Knicklichtermeer

Die Wiener Organisatoren der Demo: „Unsere Justizministerin sagte zu Der Standard, dass Veröffentlichungen wie auf WikiLeaks in Österreich ‚theoretisch illegal‘ wären. Damit zeigt sie wieder einmal mehr, dass es in Ministerämtern nicht mehr um Qualifikation geht, sondern nur noch um die richtigen Seilschaften. Nichts an Wikileaks ist illegal, denn hier wurden Informationen zugespielt und veröffentlicht, wie es im Journalismus seit Jahrzehnten Usus ist. Daran darf sich auch nichts ändern! Millionen von Menschen starben im 20. Jahrhundert, damit man das System faschistoider Überwachung überwinden konnte und der Mensch ein Recht auf das Äußern der freien Meinung innerhalb einer demokratischen Gesellschaft leben kann – dieses Recht dürfen wir uns jetzt nicht wieder nehmen lassen!

„Erst an Spitze des Eisbergs“

Die Furcht der Politiker vor Wikileaks ist nicht unbegründet, wurden doch durch die aktuellen Cables Vertuschungen, Korruption und pure Respektlosigkeit aufgedeckt – und damit befinden wir uns erst an der Spitze des Eisbergs, denn es wurden noch weit nicht alle Cables veröffentlicht wurden. Wir haben ein Recht darauf zu erfahren, was hinter den Kulissen gesprochen wird.“

Demo für das ehrbare Team rund um Julian Assange. (Foto: T-Shirt)

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Demonstration für Team Julian Assange (Wikileaks)
Ort: Wien 1, Schwarzenbergplatz
Datum: 22. Dezember 2010
Beginn: 18 Uhr (beim Hochstrahlbrunnen/Russendenkmal)

Marcus J. Oswald (Ressort: Termindienst)

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